Dunkelfeld Vitalblutanalyse


Die Dunkelfeld-Vitalblutanalyse betrachtet einen frischen Blutstropfen unter dem Mikroskop, um Hinweise auf den aktuellen Zustand des Körpers zu erhalten

Dunkelfeldmikroskopie – einfach erklärt für Patienten

Die Dunkelfeldblutdiagnostik ist ein Verfahren zur mikroskopischen Untersuchung des Blutes. Dabei kommt ein spezielles Mikroskop zum Einsatz, das sogenannte Dunkelfeldmikroskop. Auch wenn der Begriff zunächst ungewöhnlich klingt, steckt dahinter keine Mystik oder Esoterik, sondern eine besondere Beleuchtungstechnik.

Bei der Dunkelfeldmikroskopie werden die Blutbestandteile so beleuchtet, dass sie sich deutlich von einem dunklen Hintergrund abheben. Dadurch erscheinen Zellen und kleinste Strukturen besonders klar und kontrastreich.

Klare Darstellung kleinster Strukturen

Durch diese spezielle Beleuchtungsart lassen sich Zellränder und feine Details sehr gut erkennen. Die Blutbestandteile leuchten regelrecht vor dem dunklen Hintergrund. Aus diesem Grund spricht man von „Dunkelfeld“-Mikroskopie.

Zum Vergleich werden häufig Bilder derselben Blutprobe gezeigt, einmal im Dunkelfeld- und einmal im klassischen Hellfeldmikroskop:
 • Dunkelfeldaufnahme:
Die Zellen sind klar voneinander abgegrenzt, Strukturen bleiben gut sichtbar, es kommt nicht zu störender Überstrahlung.
 • Ungefärbte Hellfeldaufnahme:
Die Zellen lassen sich kaum unterscheiden, die Strukturen wirken unscharf, und der Plasma­bereich ist stark überbelichtet.

Warum nutzen immer mehr Therapeuten diese Methode?

Betrachtet man vergrößerte Bildausschnitte, wird der Vorteil noch deutlicher: Im Dunkelfeld sind wesentlich mehr kleine Strukturen und Details erkennbar als im Hellfeld. Gleichzeitig ist der technische Aufwand für den Therapeuten vergleichsweise gering. Es wird lediglich ein hochwertiges Dunkelfeldmikroskop benötigt – aufwendige Färbeverfahren sind nicht nötig.
 • Dunkelfeld (Detailansicht):
Zellen sind eindeutig unterscheidbar, innere Strukturen und Auffälligkeiten im Plasma bleiben gut sichtbar.
 • Hellfeld (Detailansicht, ungefärbt):
Der Zelltyp ist nicht erkennbar, innere Strukturen sind nicht auswertbar, kleine Partikel im Plasma bleiben unsichtbar.

Vorteile des Dunkelfeldverfahrens in der Praxis

Bei herkömmlichen Blutuntersuchungen im Hellfeldmikroskop sind viele Details durch Überstrahlung nicht sichtbar. Zudem müssen die Zellen meist gefärbt werden, um sie unterscheiden zu können. Diese Färbungen sind zeitaufwendig und haben einen entscheidenden Nachteil: Sie zerstören die Blutzellen. Dadurch gehen wichtige Informationen verloren.

Hinzu kommt, dass Blutproben für Laboruntersuchungen häufig chemisch behandelt werden müssen, damit sie nicht gerinnen. Diese Zusätze töten die Zellen ebenfalls ab. Eine Beurteilung von lebendigem Blut ist so nicht möglich.

Dunkelfeld als sinnvolle Ergänzung

Bei der Dunkelfeld-Vitalblutdiagnostik bleibt das Blut völlig unbehandelt. Es wird so untersucht, wie es im Körper zirkuliert. Die Blutzellen bleiben über viele Stunden lebendig und ermöglichen eine besonders realitätsnahe Beurteilung – vor allem bei der Betrachtung der Abwehrzellen ist dies von großer Bedeutung.

Der Therapeut erhält dadurch ein deutlich umfassenderes Gesamtbild als bei einer klassischen Hellfelduntersuchung.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Laboruntersuchungen überflüssig sind. Bestimmte Blutwerte lassen sich im Dunkelfeld nicht beurteilen und müssen weiterhin im Labor bestimmt werden. Beide Methoden ergänzen sich sinnvoll und liefern gemeinsam wertvolle Informationen.

Schnelle Ergebnisse und direkte Therapie

Ein großer Vorteil der Dunkelfeldmikroskopie ist die Zeitersparnis: Das Ergebnis liegt sofort vor. Es muss nicht mehrere Tage auf einen Laborbefund gewartet werden, und eine erneute Terminvereinbarung zur Befundbesprechung ist oft nicht nötig. Der Therapeut kann direkt reagieren und eine passende Therapie einleiten.

Auch Verlaufskontrollen sind einfacher, da Veränderungen unmittelbar sichtbar werden. Deshalb nutzen immer mehr Ärzte und Heilpraktiker die Dunkelfeldmikroskopie – zum Vorteil der Therapeuten und vor allem der Patienten.